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4.1   Geschichte der dermatologischen Manifestationen der Lyme-Borreliose

Last Updated: 21-08-2014

Synonyme, Schlüsselwörter und verwandte Bezeichnungen

Borreliose, Borreliosis, Lyme

Zusammenfassung

Die Geschichte der Lyme-Borreliose einschließlich ihrer dermatologischen Manifestationen hat sich in drei Entwicklungsphasen vollzogen. Phase 1 (1883-1945) war gekennzeichnet durch die Beschreibung der wichtigsten dermatologischen und neurologischen Erscheinungen. Die drei dermatologischen Manifestationen haben sich in dieser Zeit unabhängig voneinander entwickelt. In Phase 2 (1946-1976) erkannte man, dass die dermatologischen Manifestationen zusammenhängen und dass sie aufgrund des guten Ansprechens auf Antibiotika und erfolgreicher Übertragungsversuche von Mensch zu Mensch infektiöser Genese sein müssten. In Phase 3 (1977 bis jetzt) kam es zur Beschreibung der "Lyme-Krankheit" in den USA mit der Erweiterung des klinischen Spektrums und 1982 zur Entdeckung des verantwortlichen Erregers durch Burgdorfer et al. [1]. Die amerikanischen Erkenntnisse führten auch in Europa zu neuen Einsichten. Das Erythema migrans wurde nun als das Kardinalsymptom des 1. Stadiums angesehen, während das Borrelien-Lymphozytom dem 1. oder 2. Stadium und die Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA) dem 3. Stadium zugerechnet wurden. Mit der Bezeichnung Erythema-(chronicum)-migrans-Krankheit konnten sich die Europäer nicht durchsetzen.
Eine detaillierte Darstellung der Geschichte der Lyme-Borreliose in Europa bis Anfang der 1990er Jahre legten Weber und Pfister [2] vor. Neuere Darstellungen präsentieren Weber [3] und Sood et al. [4].
Geschichtliches vor allem in Bezug auf die Entdeckung von Borrelia burgdorferi mit Abbildungen einiger beteiligter Wissenschaftler findet sich bei Edlow [5].

Zeittafel

Im Folgenden die Zeittafel der wichtigsten Eckdaten.

Zeittafel: Geschichte der Borreliosen.
1. Erythema migrans
1910Im Protokoll der Verhandlungen der Dermatologischen Gesellschaft zu Stockholm heißt es: "Afzelius (Abb. 1) erwähnt ein von Ixodes reduvius wahrscheinlich hervorgerufenes Erythema migrans bei einer älteren Frau".
1913Lipschütz [6] beschreibt einen Fall von "Erythema chronicum migrans" bei einer 29-jährigen Frau; das Erythem dauerte mindestens sieben Monate; bei der Diskussion des Falles in der Wiener Dermatologischen Gesellschaft erwähnt Riehl, mehrere ähnliche Fälle beobachtet zu haben.
Kommentar: Lipschütz hat aufgrund der langen Dauer des Erythems zu Recht von einem chronischen Erythema migrans gesprochen; die lange Dauer ist aber ein Sonderfall, wie wir heute wissen.
1920/21Strandberg [7] und Afzelius [8] berichten über einen vorausgegangenen Zeckenstich bei vier weiteren Patienten.
Kommentar: Damit konnte die Beziehung zwischen Zecke und nachfolgendem Erythema migrans endgültig als etabliert gelten.
1923Lipschütz [9] postuliert eine Infektion durch die Zecke und schlägt die Untersuchung des Darmkanals und des Speichelsekrets der Zecke vor.
Kommentar: Bei Befolgung dieses Vorschlags wäre der verantwortliche Erreger vielleicht früher entdeckt worden.
1930Hellerström [10] beschreibt ein sich rasant über den ganzen Körper ausdehnendes Erythema migrans und erstmals eine nachfolgende Meningitis.
1951Hollström [11] weist auf die erfolgreiche Behandlung bei mindestens sechs Erthema-migrans-Patienten mit relativ niedrigen Dosen von Penicillin hin; darunter befand sich ein Patient mit Meningitis.
1955Binder et al. [12] übertragen das Erythema migrans durch Transplantation erfolgreich untereinander.
Kommentar: Derartige Experimente würden heute aus ethischen Gründen nicht mehr durchgeführt.
1958Hollström [13] erwähnt eine nach fünf Jahren aufgetretene Reinfektion.
Kommentar: Die Beobachtung von Hollström konnte später durch Weber et al. [14], Neubert et al. [15] und Pfister et al. [16] an einigen weiteren Fällen bestätigt werden; neben der derart etablierten Reinfektion kommt auch eine Superinfektion vor, wie Fallbeschreibungen von Hauser [17] und Asbrink et al. [18] belegen (Diskussion bei [19]).
1965Hauser [17] fasst die drei dermatologischen Manifestationen in einem umfangreichen Handbuch-Artikel zusammen, hält eine infektiöse Genese für wahrscheinlich und geht auf die Bedeutung von Zeckenstichen ein.
1974Weber [20] berichtet über die erfolgreiche Behandlung einer Patientin mit "Erythema-chronicum-migrans-Meningitis" mit hoch dosiertem Penicillin und diskutiert erstmals "Borrelien" als Krankheitsursache.
Kommentar: Zuvor gab es zahlreiche Vermutungen und teilweise auch Hinweise auf eine Verursachung durch Spirochäten (siehe Kahle [21] und Grüneberg [22]).
1977Steere et al. [23] beschreiben eine "Lyme-Krankheit" in den USA mit Herz- und Gelenkmanifestationen und weiteren neuen Aspekten.
Kommentar: Durch die Aktivitäten der amerikanischen Kollegen wurde die Beschäftigung mit der Lyme-Borreliose in Europa aus ihrem Nischendasein herausgerissen; Lyme ist ein Ort im amerikanischen Bundesstaat Connecticut.
1982Burgdorfer et al. [1] entdecken die verantwortliche Spirochäte, die bald darauf den Namen Borrelia burgdorferi erhält.
1983Steere et al. [24] isolieren Borrelia burgdorferi aus der Haut von einem Patienten mit Erythema migrans in den USA.
Kommentar: Mehrere europäische Arbeitsgruppen konnten ab 1984 ebenfalls über eine erfolgreiche Isolierung von B. burgdorferi berichten [15, 25-28].
1983Weber et al. [29] finden bei 31 meistens prospektiv beobachteten Patienten mit "Erythema-migrans-Krankheit" Ähnlichkeiten und Unterschiede zur amerikanischen Lyme-Krankheit.
Ackermann [30] erhebt positive serologische Befunde gegenüber Borrelia duttoni bei Patienten mit Erythema migrans und Meningopolyneuritis und identifiziert Spirochäten in Ixodes ricinus.
Kommentar: Ackermann setzte mit seinem innovativen Vorgehen die Idee von Grüneberg [22] in die Tat um.
1983Weber et al. berichten im November 1983 in Kiel und an der Yale-Universität [31] über klinische und erstmals über positive serologische Befunden bei einigen Patienten mit Erythema migrans und allen untersuchten Patienten mit Borrelien-Lymphozytom und Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA).
Kommentar: 1983 waren genau 100 Jahre seit der Erstbeschreibung der ACA vergangen (die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgte 1984 [31, 32]). Bei der 1. Internationalen Lyme-Konferenz an der Yale-Universität kam es erstmals zu einer Gegenüberstellung der europäischen und amerikanischen Beobachtungen nach Entdeckung von Borrelia burgdorferi; von europäischer Seite waren der Neurologe R. Ackermann und der Autor beteiligt.
1984Ackermann et al. [33], Asbrink et al. [26], Neubert und Krampitz [34] und Wilske et al. [35] berichten unabhängig voneinander über ähnliche serologische Befunde.
1984Ackermann et al. [25] isolieren Borrelia burgdorferi aus dem Blut bei einem Patienten mit Erythema migrans in Europa.
Kommentar: Die Isolierung von Borrelia burgdorferi aus Haut gelang wenig später [36, 15, 25-28].
1984Ackermann et al. [33] und Weber et al. [31, 32, 37] beschreiben serologische Verläufe bei einigen antibiotisch behandelten Patienten mit Erythema migrans und ACA.
Kommentar: Derartige Befunde wurden von Asbrink et al. [38] bestätigt und von Weber et al. [39] bei 87 Patienten mit Erythema migrans und 29 Patienten mit ACA eingehend präsentiert; demzufolge normalisieren sich beim Erythema migrans erhöhte Antikörper-Titer gewöhnlich nach antibiotischer Behandlung, während dies bei der ACA meistens nicht der Fall ist.
1984Ackermann et al. [25], Asbrink et al. [26], Neubert [40] und Weber et al. [31, 32] ordnen Erythema migrans und Borrelien-Lymphozytom der Frühphase und ACA der Spätphase der "Erythema-migrans-Krankheit" zu und betonen Ähnlichkeiten und Unterschiede im Vergleich zur amerikanischen Lyme-Krankheit.
1985Im Rahmen des Deutschen Dermatologischen Kongresses in Zürich wird Burgdorfer mit der Schaudin-Hoffmann Medaille ausgezeichnet (Abb. 2).
1985Asbrink [41, 42] weitet das klinische Spektrum der durch Ixodes-ricinus-Spirochäten übertragenen Erkrankung aus und findet Parallelen zur Syphilis.
1986Weber [43] plädiert für den Begriff "Erythema migrans", weil dieser Begriff "shorter, self-explanatory and older" sei im Vergleich zur Bezeichnung Erythema chronicum migrans.
Kommentar: Dieser Vorschlag hat sich international durchgesetzt.
1992Baranton et al. [44] unterscheiden drei humanpathogene Stämme von Borrferelia burgdori sensu lato: B. afzelii, B. garinii und B. burgdorferi sensu strictu.
Kommentar: In den USA kommt lediglich der letztgenannte Stamm vor, während in Europa alle drei Stämme und mindestens ein weiterer humanpathogener Stamm, B. spielmanii, zu finden sind [45].
1993Canica et al. [46] identifizieren Borrelia afzelii bei Erythema migrans und ACA.
1993Weber et al. [19] stellen den Verlauf der Lyme-Borreliose in drei Stadien dar, präsentieren beispielhaft acht Einzelverläufe und gehen unter anderem auf Latenz, Reinfektion, Superinfektion, Nomenklatur und den natürlichen Verlauf ein.
Weber et al. [47] liefern eine detaillierte Beschreibung aller mit dem Erythema migrans zusammenhängenden Aspekte, soweit sie bis Anfang der 1990er Jahre bekannt waren.
2000Müllegger et al. [48] identifizieren proentzündliche Zytokine, insbesondere Interferon-Gamma, als Kontrolleure der Borrelia-burgdorferi-Infektion.
2004Logar et al. [49] beobachten eine signifikant raschere Ausbreitung des Erythema migrans und signifikant mehr Lokalsymptome bei Infektion durch Borrelia garinii (53 Patienten) im Vergleich zur Infektion durch Borrelia afzelii (200 Patienten).
2006Weber und Wilske [50] erörtern die Möglichkeit eines den Durchmesser von 5 cm nicht überschreitenden "Mini-Erythema-migrans".
2008Fingerle et al. [45] berichten, dass sich B. afzelii bei 66,9 %, B. garinii bei 24,4 %, B. burgdorferi s.s. bei 6,3 % und B. spielmanii bei 2,5 % von 160 Hautisolaten fand; sechsmal konnte B. spielmanii aus einem Erythema migrans isoliert werden.
Kommentar: Nach diesen und anderen vorausgegangenen Studien ist B. afzelii der vorherrschende Stamm bei Hautmanifestationen und B. garinii bei neurologischen Manifestationen der Lyme-Borreliose in Europa.
2. Borrelien-Lymphozytom
1911Burckhardt [51] beschreibt ein 6 x 2 cm großes solitäres Pseudolymphom am Oberarm einer 60-jährigen Frau.
Kommentar: Es könnte sich hierbei um den ersten Fall eines Borrelien-Lymphozytoms gehandelt haben; generell muss man zwischen einem borrelienbedingten und einem nicht borrelienbedingten Lymphozytom unterscheiden; hier interessiert nur das erstere; bis 1984 war die Abgrenzung unklar, so dass ältere Darstellungen Interpretationsprobleme aufwerfen.
1923Biberstein [52] führt den Begriff Lymphozytom ein.
1943Bäfverstedt [53] diskutiert 142, davon 41 eigene Patienten mit solitärer und multipler "Lymphadenosis benigna cutis"; vier seiner Patienten wiesen eine Beziehung zu einem Erythema migrans auf.
Kommentar: Es ist unklar, wie viele der 142 Patienten tatsächlich borrelienbedingt waren; die von Bäfverstedt gewählte Bezeichnung ist vergleichsweise lang.
1957/58Paschoud [54-56] überträgt das solitäre Borrelien-Lymphozytom erfolgreich auf mehrere Probanden.
Kommentar: Derartige Übertragungsversuche würden aus ethischen Gründen heute nicht mehr durchgeführt.
1983Burg und Braun-Falco [57] fassen das Wissen über das Pseudolymphom zusammen.
Kommentar: Auch das Borrelien-Lymphozytom gehört zu den Pseudolymphomen.
1984Weber et al. [31, 37] beschreiben vier Fälle von "spirochetal lymphocytoma" mit erhöhten Antikörpertitern gegenüber den von Burgdorfer et al. entdeckten Spirochäten.
1985Weber et al. [58] präsentieren ihre vier Fälle als "Borrelien-Lymphozytom", nachdem die Borrelien-Natur der neu entdeckten Spirochäte erkannt war; bei drei Patienten kam es zu einem signifikanten Absinken der erhöhten Antikörper-Titer nach antibiotischer Behandlung.
Kommentar: Die Bezeichnung Borrelien-Lymphozytom hat sich immer mehr durchgesetzt.
1986Hovmark et al. [27] berichten über die erfolgreiche Isolierung von Borrelia burgdorferi aus einem Borrelien-Lymphozytom.
1993Hovmark et al. [59] präsentieren eine Gesamtübersicht über das Borrelien-Lymphozytom.
2002Maraspin et al. [60] beobachten, dass von 85 erwachsenen Patienten 80 % ein solitäres Borrelien-Lymphozytom an der Brustwarze aufwiesen, 9,4 % am Ohrläppchen und 10,6 % anderswo an der Haut; mehrere Patienten hatten andere Manifestationen der Lyme-Borreliose, einer davon gleichzeitig eine ACA; Borrelia afzelii wurde bei 9 von 10 Patienten isoliert.
3. Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA)
1883Alfred Buchwald (Abb. 3) [61], Breslau, beschreibt einen "Fall von diffuser idiopathischer Haut-Atrophie" von 16-jähriger Dauer bei einem 36-jährigen Mann.
Kommentar: Dieser Fallbericht kann als die Erstbeschreibung einer ACA gelten; er ist zugleich der erste beschriebene Fall einer Lyme-Borreliose, da die ACA als pathognomonisches Zeichen dieser Erkrankung angesehen werden kann.
1902Herxheimer und Hartmann [62] unterscheiden an Hand von 12 zuvor beschriebenen und 12 eigenen Patienten ein initiales entzündliches und ein späteres atrophisches Stadium der von ihnen als Acrodermatitis chronica atrophicans bezeichneten Erkrankung.
Kommentar: Zahlreiche klinische Erscheinungen der ACA wie der Haarverlust, sklerodermiforme Veränderungen und das zerknitterte Zigarettenpapier-Phänomen wurden schon bis 1902 oder kurze Zeit danach erkannt.
1910Finger und Oppenheim [63] berichten über 202 Patienten mit "Hautatrophien", von denen 134 als ACA angesehen werden können; sie beobachten nur selten eine Beteiligung des Gesichtes, der Handinnenflächen und Fußsohlen, des Stammes und der Schleimhäute.
1924Jessner und Loewenstamm [64] beschreiben Knochenveränderungen, insbesondere Verdickungen und Atrophie, bei 9 von 66 Patienten mit ACA.
1925Ehrmann und Falkenstein [65] zeigen sich beeindruckt von der Ähnlichkeit des histologischen Bildes von ACA und Syphilis, vor allem was die große Zahl der Plasmazellen und die Ausbreitung der Entzündung entlang der Blut- und Lymphgefäße anlangt.
1931Hövelborn [66] beschreibt detailliert eine Arthropathie im Rahmen der ACA und postuliert, dass sich, ähnlich wie an der Haut, auch im Gelenk erst eine Entzündung und dann eine Atrophie entwickeln würden.
Kommentar: Diesem Konzept kann man aus heutiger Sicht zustimmen.
1942Kahle [21] findet bei 6 von 7 Patienten mit ACA eine positive Pallida-Reaktion.
Kommentar: Daraufhin äußert Grüneberg 1952 [22] die aus heutiger Sicht richtige Vermutung, dass gruppenspezifische Spirochäten als Krankheitsursache der ACA anzusehen seien.
1949Thyresson [67] berichtet bei 57 Patienten mit ACA über die teilweise oder vollständige Heilung nach Behandlung mit Penicillin.
1952Hauser [68] beschreibt die Erhöhung der Gamma-Globuline und Knochenmarksveränderungen bei 25 Patienten mit ACA.
1954Götz [69, 70] überträgt die ACA erfolgreich auf drei andere Kollegen und sich selbst.
Kommentar: Dies war der erste von mehreren (heute nicht mehr zu vertretenden) "heroischen" Selbstversuchen, um die infektiöse Genese der Erkrankung zu beweisen.
1955Hauser [71] beschreibt weitere klinische Details bei 234 Patienten mit ACA, erkennt den Zusammenhang von Erythema migrans, Lymphozytom und ACA und verweist auf die Beziehung zu Ixodes ricinus.
1959Donnermann und Heite [72] sammeln die Daten von 840 Patienten mit ACA; danach erfolgt der Beginn der ACA gewöhnlich im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, 70 % der Patienten sind Frauen, die fibroiden Knoten bilden sich meistens an den Armen 5 Jahre nach Beginn der ACA und die Dermatosklerose und die Anetodermie sind eher an den Beinen lokalisiert.
1966Hopf [73] etabliert an Hand von 92 eigenen Patienten die mit der ACA einhergehende Neuropathie.
1968Hardmeier [74] bemerkt den histologischen Unterschied zwischen den fibroiden Knoten der ACA und den Knoten der rheumatoiden Arthritis.
1981Weber [75] macht im Gegensatz zur Yale-Gruppe unter Bezugnahme auf die ACA die Persistenz des vermuteten Bakteriums für die Erscheinungen der Spätmanifestationen der Lyme-Borreliose verantwortlich, schließt dabei aber eine Immun-Antwort nicht aus.
Kommentar: Diese Hypothese sollte bald bestätigt werden.
1984Mehrere Arbeitsgruppen erheben positive serologische Befunde bei der ACA [31-35, 37, 38]. Weber et al. [31, 32] ordnen die ACA als Spätmanifestation der Erythema-migrans-Krankheit ein.
1985Asbrink [42] beschreibt die Erweiterung des klinischen Spektrums und ordnet die ACA ebenfalls als Spätmanifestation ein.
1988Garbe et al. [76] weisen auf die Möglichkeit eines kutanen B-Zell-Lymphoms bei der ACA hin.
Kommentar: Eine ähnliche Beobachtung, nämlich die Entwicklung eines "Immunozytoms" (B-Zell-Lymphom), war bereits von Braun-Falco und Burg [77] mitgeteilt worden.
1993Asbrink [78] präsentiert eine umfassende Darstellung aller bis Anfang der 1990er Jahre bekannten Erkenntnisse im Hinblick auf die ACA.
1993Canica et al. [45] finden Borrelia afzelii als den bei der ACA am häufigsten vertretenen Stamm.

 

Literatur

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