Pruritus, Prurigo, Pruritus brachioradial, BRP
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Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene
55 8%iges Capsaicin-Pflaster – eine neue Behandlungsmöglichkeit bei brachioradialem Pruritus
Zeidler C, Lüling HJ, Schedel F, Luger TA, Ständer S, Münster
vorgestellt als Dia-Klinik, DDG KOMPAKT, Hamburg 2014
Einführung
Brachioradialer Pruritus (BRP) ist klassischerweise ein an den dorsolateralen Unterarmen lokalisierter neuropathischer Pruritus. Aktuelle Therapieempfehlungen beschränken sich auf eine Therapie mit Neuroleptika wie Gabapentin oder Pregabalin. Das capsaicinhaltige Pflaster wurde für die Behandlung von peripheren neuropathischen Beschwerden entwickelt.
Patienten
16 Patienten BRP (3 m, 13 f, 60,5 Jahre [+/-7,1]) mit BRP seit durchschnittlich 90,7 Monaten (SD +/-60,3) wurden mit einem 8%-haltigem Capsaicin-Pflaster behandelt.
Methoden
Biopsien aus läsionaler und nicht läsionaler Haut wurden vor und nach Therapie entnommen, die intraepidermale Nervenfaserdichte und der Capsaicin-Rezeptor TRPV1 bestimmt. Der "Dermatology Life Quality Index" Fragebogen (DLQI), der "Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS)" wurden vor und nach Therapie ausgefüllt. Die Intensität des Pruritus und der Schmerzen wurde durch die visuelle Analogskala (VAS) von 0 bis 10 erhoben. Das Pflaster wurde einmalig für 60 Minuten appliziert.
Ergebnisse
Alle Patienten zeigten ein gutes Ansprechen. Es zeigte sich eine Reduktion der Intensität des Pruritus von 5,8 VAS Punkte (SD +/-2,3) auf 1,1 Punkte VAS (SD +/-1,1) (p <0,001) und der Schmerzen von 4,2 VAS Punkte (SD +/-3,3) auf 0,8 VAS Punkte (SD +/-1,0) (p <0,001). Eine Verbesserung der Lebensqualität wurde anhand des DLQI erhoben (p <0,05). Die Werte für HADS-A und HADS-D verringerten sich. Nach Anwendung reduzierte sich die intraepidermale Nervenfaserdichte, im Gegensatz dazu zeigte sich eine Vermehrung des Capsaicin-Rezeptors TRPV1 in läsionaler Haut (p <0,005). Milde, meist lokalisierte, selbstlimitierende Nebenwirkungen wurden beobachtet.
Dermokrates
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