Benigne epitheliale Neoplasie mit Schweißdrüsengangsdifferenzierung
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Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene
2.17 Syringom
Dieter Metze, Münster
Histologische Kriterien
- Gut abgegrenzter, symmetrischer Tumor in der oberen Dermis
- Stränge, Nester und tubuläre Proliferationen monomorpher Epithelien (durch exzentrische Epitheproliferation kaulquappenartig)
- Häufig intrazytoplasmatische Vesikel, die durch Konfluenz Ganglumina ausbilden
- Manchmal klares Zytoplasma (Klarzellvariante, gehäuft bei Diabetikern)
- Innerhalb der Lumina PAS-positives amorphes Material
- Dichtes, fibröses Tumorstroma
- Fakultativ Keratin gefüllte zystische Hohlräume (Milien)
- Fakultativ akrosyringeale Strukturen mit Keratohyalingranula
Differenzialdiagnose
Syringoide Schweißdrüsenkarzinome: verhornende Epithelzysten und duktale Strukturen in der oberen Dermis, epitheliale Zellstränge und Nester in einem hyalinisiertem Stroma tief dermal (auch perineural, subkutan und in Muskulatur), cave: häufig nur geringe Pleomorphie der Tumorzellen
Kommentar
Da die Ausführungsgänge der apokrinen und ekkrinen Schweißdrüsen weder histologisch, elektronenmikroskopisch noch immunhistochemisch differenziert werden können, bleibt die Histogenese der Syringome offen.
In oberflächlichen Biopsien können Schweißdrüsenkarzinome histologisch leicht als Syringom fehlinterpretiert werden. Auffällig dann die Befunddiskrepanz zwischen Klinik und Histologie (für Syringome typisch multiple Knötchen, für Karzinom solitärer Plaque oder Knoten).
Dermatohistopathologie
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