Gutartiger basaloider Adnextumor mit Talgdrüsendifferenzierung
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Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene
2.16 Sebazeoma
Dieter Metze, Münster
Histologische Kriterien
- Umschriebener, regulär begrenzter, symmetrischer Tumor mit knotigem Aufbau (manchmal wie Puzzleteile), selten kribriform oder retikulär
- Monomorphe basaloide Zellen, einzelne oder gruppierte Epithelien mit sebozytärer Differenzierung: vakuolisiertes Zytoplasma und zentraler, manchmal "sternförmiger" Kern, holokrine Sekretion mit zystischen Strukturen und sklerosierendem Umbau, Talgdrüsenausführungsgänge
- Umliegendes Bindegewebe komprimiert
Differenzialdiagnose
Talgdrüsenhyperplasie: um zentrales Infundibulum große, gut ausdifferenzierte Talgdrüsenläppchen
Talgdrüsenadenom: elongierte Läppchen mit zentraler sebozytärer Differenzierung, meist direkt Einmündung an der Hautoberfläche
Talgdrüsenkarzinom: Silhouette, unterschiedlicher Grad der sebozytären Differenzierung, Epithelien atypisch mit Mitosen, Kerne dichtstehend, okulärer Typ mit pagetoider Ausbreitung in der Epidermis
Basalzellkarzinom mit sebozytärer Differenzierung (Rarität): Silhouette, Palisadenstellung, keine Gangstrukturen, Spaltbildungen zwischen Tumorepithel und Stroma
Kommentar
Eine einheitliche Nomenklatur der Talgdrüsenneoplasien existiert nicht. Einzelne Epithelien mit Talgdrüsendifferenzierung rechtfertigen nicht die Einordnung als Talgdrüsenneoplasie. Der Begriff Talgdrüsenepitheliom ist missverständlich, von manchen Autoren für benige Talgdrüsentumore verwendet, von anderen für Basalzellkarzinome mit Talgdrüsendifferenzierung. Bei Vorliegen zystischer Anteile oder Keratoakanthom-artiger Bilder muss an die Möglichkeit eines Muir-Torre-Syndroms gedacht werden (multiple interne Malignome!).
Dermatohistopathologie
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