Komplexes Hamartom (Organoider Naevus) der Epidermis, Haarfollikel-Talgdrüsen-Apokrinen Einheit und des dermalen Bindegewebes
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Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene
2.6 Naevus sebaceus (mit Syringocystadenoma papilliferum)
Prof. Dr. Dieter Metze
Dermatologische Universitätsklinik, Münster
Überblick
Histologische Kriterien
- Epidermis verbreitert, papillomatös, orthohyperkeratotisch (im Kindesalter Epidermis nur leicht verbreitert)
- Talgdrüsen teils unreif, teils fehlgebildet (hochstehend, direkte Mündung in die interfollikuläre Epidermis), erst in/nach der Pubertät die Talgdrüsen prominent
- Haarfollikel rudimentär oder fehlend
- Apokrine Drüsen in ungewöhnlicher Lokalisation (Kapillitium), Ausführungsgänge erweitert
- Ekkrine Schweißdrüsen vermindert
- Elastische Fasern reduziert
- Chronisch entzündliche Infiltrate im Papillarkörper
Kommentar
Der Begriff Naevus "sebaceus" ist irreführend, da es sich um ein komplexes Hamartom der Kutis handelt. Ab dem 2.-3. Lebensjahrzehnt besteht das Risiko vom Wachstum von Neoplasien (Trichoblastome, Syringozystadenome u.a. apokrine oder ekkrine Schweißdrüsenneoplasien, Talgdrüsenneoplasien, seltener Basalzell-, Plattenepithel- und Schweißdrüsenkarzinome).
Dermatohistopathologie
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