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  • Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene

2.24   Melanoma in situ

Last Updated: 19-11-2013

Dieter Metze, Münster

DOI
10.7397/dmk-1.2.36

Einführung

24 Melanoma in situ, lentiginös
24a Melanoma in situ, pagetoid

Definition

Intraepidermale maligne melanozytäre Neoplasie

Histologische Kriterien

  • Unscharf abgrenzte und asymmetrische Proliferation von Melanozyten entlang der Junktionszone
  • Melanozyten pleomorph, in machen Fällen aber auch klein und relativ monomorph (die Zytologie nicht für die Diagnose entscheidend)
  • Solitäre Melanozyten unregelmäßig verteilt und über weite Strecken vorherrschend (auch übr den Papillarspitzen), vereinzelt auch in höheren Epidermislagen
  • Nester klein, in Form,Größe und Verteilung variierend
  • Unterschiedlicher Pigmentgehalt
  • Melanomzellen in den Hautadnexen bis in die tiefere Dermis
  • Im Papillarkörper Melanophagen, Lymphozyten, diskrete Fibrosierung
  • Aktinische Elastose

Differenzialdiagnose

Melanozytäre Hyperplasie in lichtgeschädigter Haut: Melanozyten regelmäßig in der Junktionszone verteilt, nicht aggregiert oder in Nestern, nicht in suprabasalen Schichten, kein Wachstum entlang der Hautadnexen, Cave: Melanozyten manchmal groß mit polyploiden Kernen (wirken dann zytologisch oft "maligner" als Melanomzellen)

Kommentar

Da die Melanozyten entlang der Hautadnexe in die tiefere Dermis vorwachsen, ist eine oberflächliche abrasive Therapie nicht kurativ. Melanoma in situ auf aktinisch geschädigter Haut ("Lentigo maligna"): oft sehr breitflächig und klinisch schlecht abgrenzbar, Schnittrand-kontrollierte Exzision zu empfehlen.

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