Primär kutanes B-Zell-Lymphom niedriger Malignität
-
Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene
2.36 Kutanes Keimzentrumslymphom (follikuläres Lymphom, zentrozytisch-zentroblastisches Lymphom)
Dieter Metze, Münster
Histologische Kriterien
- In der Dermis bis in die Subkutis diffuse oder knotige dichte Infiltrate
- Zentrozyten und Zentroblasten, Lymphozyten, vereinzelt Immunoblasten, Makrophagen, Eosinophile
- Atypische Keimzentren bei follikulärem Wachstumsmuster
- Lymphomzellen sind anfällig für Quetschartefakte
- Epidermis unauffällig
Anmerkung zur Zytologie
Zentrozyten: kaum Zytoplasma, Kerne länglich und gelappt, chromatindicht, keine Nukleolen
Zentroblasten: große Zellen mit schmalem Zytoplasmasaum, Kerne groß, rundoval, helles Chromatin mit membranständigen Nukleolen
Immunoblasten: große Zellen, Kerne rund, hell, prominenter zentraler Nukleolus
Differenzialdiagnose
Lymphadenosis cutis benigna: knotige, polymorphe Infiltrate in der oberen Dermis ("top-heavy"), reaktive Keimzentren mit hoher mitotischer Aktivität und Makrophagen mit tingiblen Körperchen (Speicherung von apoptotischen Kerntrümmern), entscheidend der Monoklonalitätsnachweis (Immunhistochemische Färbung für Immunglobulin-Leichtketten)
Marginalzelllymphom: knotige Infiltrate mit monozytoiden oder lymphoplasmozytoiden Zellen, dazwischen reaktive Keimzentren (wirken dunkler als die umgebenden Lymphomzellen, im Vergleich zum Keimzentrumslymphom umgekehrtes Färbeverhalten), Immunhistochemisches Markerprofil entscheidend
Dermatohistopathologie
Online Continuing