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  • Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene

2.31   Hämangiom

Last Updated: 19-11-2013

Dieter Metze, Münster

DOI
10.7397/dmk-1.2.36

Definition

Hämangiome sind Malformationen bzw. benigne Neoplasien mit dilatierten Blutgefäßen

Histologische Kriterien

  • Umschriebene Vermehrung dilatierter Gefäße in der Dermis und/oder Subkutis
  • Unterschiedliches Kaliber: kavernös bis kapillär
  • Lumen unterschiedlich mit Erythrozyen angeschoppt
  • Einschichtige Lage regulärer Endothelien
  • Verdichtetes Bindegewebe mit glatten Muskelzellen

Varianten

Kavernöses Hämangiom: Malformation mit lakunenartig dilatierten, venösen Gefäßen, Teilsymptom verschiedener Syndrome (Blue-rubber bleb syndrom, Maffuci-Syndrom, Klippel-Trenaunay-Syndrom, ...)
Infantiles kapilläres Hämangiom: benigne vaskuläre Neoplasie Neugeborener mit einer Proliferationphase – Lobuläres Wachstum von Endothelien und Perizyten (Glattemuskulatur-Aktin positive Zellen) in soliden Verbänden mit Mitosen stationären Phase – Ausbildung von regelrecht kanalisierten Kapillaren Involutionsphase – Rückbildung der Gefäße mit Fibrose

Differenzialdiagnosen

Kavernöses Hämangiom:
Lymphangiome: dünnwandige Gefäße mit fließendem Übergang zu muskulärer Wandung, keine Perizyten, lymphozytäre Infiltrate, kaum Erythrozyten im Lumen
Arteriovenöse Hämangiome: umschriebene Ansammlung kleiner dickwandiger Gefäße

Kapilläres Hämangiom:
Büschelartiges Hämangiom (tufted angioma): "Kanonenkugelmuster", halbmondförmige Gefäßspalten
Granuloma pyogenicum: Epidermale Collerette, Septen, Entzündungszellen

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