Benigner Bindegewebstumor der Haut bzw. fibrosierende Dermatitis mit Vermehrung von Fibrozyten, Makrophagen und Gefäßen (die Klassifizierung als Neoplasie oder vernarbende Entzündung ist noch Gegenstand heftiger Diskussionen)
-
Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene
2.27 Dermatofibrom (Histiozytom, Fibrosarkom, Fibroma durum)
Last Updated: 19-11-2013
Dieter Metze, Münster
DOI
10.7397/dmk-1.2.36
Histologische Kriterien
- Epidermis über der Läsion hyperplastisch, hyperpigmentiert, manchmal mit Adnexdifferenzierung (basaloide, follikuläre, sebozytäre Formationen)
- Meist subepidermale Grenzzone
- Dermal unscharfe, aber umschriebene zelluläre Proliferation mit unterschiedlich dichtem Bindegewebsanteil
- In variabler Zahl Fibroblasten, Myofibroblasten, Makrophagen (z. T. Hämosiderin enthaltend, z. T. mehrkernig), Kapillareinsprossungen
- Lymphozytäre Infiltrate in der Peripherie
- Ineinander verflochtene Züge von prominenten kollagenen Faserbündeln, in der Peripherie Anschnitte von verdicktem Kollagen ("collagen pocket"), in späteren Stadien Sklerosierung möglich
- Elastische Fasern und Hautadnexen fehlend
- In späteren Stadien läsional Dermis verschmälert (narbige Einziehung)
Varianten
Angiomatös (aneurysmatisch), hämosiderotisch, zellreich, fibrosierend, desmoplastisch, keloidal; tief penetrierendes oder atrophisierendes Dermatofibrom
Granular-, Klarzell-, Monsterzell-, Epitheloidzell-Histiozytom
Zelluläres Neurothekeom, plexiform-fibrohistiozytärer Tumor, Riesen-Dermatofibrom
Manche Varianten wahrscheinlich durch das Entwicklungsstadum zu erklären
Dermatohistopathologie
Online Continuing