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  • Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene

1.36   Suppurative Pannikulitis bei Alpha-1-Antitrypsinmangel

Last Updated: 16-01-2014

Prof. Dr. Dieter Metze

Dermatologische Universitätsklinik, Münster

DOI
10.7397/dmk-1.2.36

Pattern

Lobuläre, suppurative Pannikulitis

Histologische Kriterien

  • In den Fettläppchen: Nekrosen, Hämorrhagien
  • Abschnittsweise dichte neutrophilenreiche Infiltrate mit Sequestrierung von Fettgewebe
  • Lipophagen, Ölzysten
  • Tiefe Dermis und Fettsepten unauffällig, nur im Frühstadium Neutrophile

Differenzialdiagnose

Traumatische Pannikulitis: ausgeprägte Hämorrhagien

Artefizielle Pannikulitis: Fremdkörper in der Polarisation, histologische Diagnose nicht immer möglich

Pankreatitische Pannikulitis: degenerierte Fettzellen mit Ablagerungen von basophilen Kalkseifen

Infektiöse Pannikulitis (Bakterien, Pilze): Spezialfärbungen, Mikrobiologie

Erythma induratum, Nodularvaskulitis: Vaskulitis der subkutanen Arterien

Kommentar

Die suppurative Pannikulitis ist ein Initialstadium vieler Pannikulitisformen. Eine Fettgewebsnekrose, unabhängig von der Ursache, löst eine stereotype Abfolge von entzündlichen Veränderungen aus: Ansammlung von Neutrophilen und Lymphozyten gefolgt von Makrophagen, die freigesetzte Lipide phagozytieren (Lipophagen) und Granulome und Zysten ausbilden (Ölzysten), zuletzte setzt eine fibrosierende Phase ein. Die Differerenzierung der suppurativen Pannikulitis ist daher histologisch schwierig bis unmöglich, entscheidend daher die Typisierung  von Alpha-1-Antitrypsin, Anamnese, klinisches Bild und mikrobiologische Untersuchungen zum Auschluss einer Infektion.

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