Fibrosierende ("vernarbende") Alopezie mit Zeichen der oberflächlich und tief perivaskulären vakuolären Interface-Dermatitis und Perifollikulitis (peri-infundibulär)
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Schwierigkeitsgrad Fortgeschrittene
1.30 Fibrosierende ("vernarbende") Alopezie bei Lupus erythematodes
Prof. Dr. Dieter Metze
Dermatologische Universitätsklinik, Münster
Histologische Kriterien
- Oberflächlich und tief perivaskuläre lymphozytäre Infiltrate mit einzelnen Plasmazellen
- Vakuoläre Interface-Dermatitis der interfollikulären Epidermis und der Haarinfundibula
- Verdickte Basalmembran
- Follikuläre Hyperkeratose
- Destruierte Haarfollikel und Talgdrüsen mit Fremdkörperreaktion
- Zerstörte Haarfollikel durch fibröse Stränge unter Verlust der elastischen Fasern ersetzt
- Dermal Muzin Vermehrung
Differenzialdiagnose
Lichen planopilaris: Hypergranulose des Infundibulums, perifollikuläres lichenoides Infiltrat über die ganze Länge des Haarfollikels, ausgeprägte perifollikuläre Muzin-reiche Fibrose, keine verbreiterte Basalmembran, interfollikuläre Epidermis nicht betroffen
Kommentar
Eine fibrosierende Alopezie ist permanent (irreversibel). Der Begriff "vernarbende" Alopezie ist eigentlich falsch, eine Vernarbung (Kollagen parallel zur Hautoberfläche, Gefäße vertikal dazu orientiert, Verlust der elastischen Fasern und Hautadnexen) tritt nach Verbrennungen oder Traumen auf, nach entzündlichen Erkrankungen entwickelt sich eine Fibrose (Vermehrung von Kollagen mit Hyperplasie von Fibroblasten).
Die Eigenständigkeit der Pseudopelade Brocq ist umstritten, wahrscheinlich handelt es sich um den fibrosierten Endzustand unterschiedlichster Follikulitiden (Folliculitis decalvans u. a.) und Perifollikulitiden (LE, Lichen planus)
Dermatohistopathologie
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